Abstrakte Klaviatur mit blauen Verbindungsknoten – A Major
Tonleiter

Die A Dur Tonleiter auf dem Klavier – Ein hügeliges Gelände

Stefan Ettinger
Stefan Ettinger
21. Februar 2025

Was ist die A Dur Tonleiter? Aufbau und Noten im Überblick

Die a dur tonleiter gehört zu den meistgespielten Dur-Tonleitern überhaupt und ist gleichzeitig ein wunderbares Beispiel dafür, wie abwechslungsreich das Spielen einer diatonischen Tonleiter auf dem Klavier sein kann. Sie besteht aus sieben verschiedenen Tönen plus der Oktave und folgt dabei dem klassischen Ganzton-Halbton-Schema, das alle Dur-Tonleitern miteinander verbindet. Was die A-Dur-Tonleiter dabei so besonders macht, ist ihre ganz eigene Topografie auf der Klaviertastatur: ein hügeliges Gelände mit flachen Tälern aus weißen Tasten und markanten Erhebungen aus schwarzen Tasten. Wenn du diese Landschaft einmal erkannt hast, wirst du sie nie wieder vergessen und die Tonleiter mit einem ganz anderen Blick spielen. Im Folgenden erfährst du alles, was du über Aufbau, Fingersatz, Vorzeichen und Übungen wissen musst, um die A-Dur-Tonleiter sicher zu meistern.

Die Töne der A-Dur-Tonleiter und ihre Abstände

A Dur Tonleiter Klaviatur mit farbig markierten Tasten

Die A-Dur-Tonleiter setzt sich aus den folgenden sieben Tönen zusammen, die du dir am besten gleich merken solltest, bevor du mit dem Üben anfängst. Das Ganzton-Halbton-Schema einer Dur-Tonleiter lautet immer: Ganzton, Ganzton, Halbton, Ganzton, Ganzton, Ganzton, Halbton. Auf die A-Dur-Tonleiter angewendet, ergibt das genau diese Abfolge:

Stufe Ton Abstand zum nächsten Ton
1 A Ganzton
2 H Ganzton
3 Cis Halbton
4 D Ganzton
5 E Ganzton
6 Fis Ganzton
7 Gis Halbton
8 A (Oktave)

Was du hier sofort siehst: Die A-Dur-Tonleiter enthält drei Vorzeichen, nämlich Cis, Fis und Gis. Diese drei erhöhten Töne sind es, die der Klavierskala ihr charakteristisches Klangbild verleihen und gleichzeitig die besondere Tastenlandschaft auf dem Klavier erzeugen. Der Grundton A liegt auf einer weißen Taste, und von dort aus wechselst du in einem unregelmäßigen Rhythmus zwischen weißen und schwarzen Tasten. Diesen Wechsel bewusst wahrzunehmen ist eine der wichtigsten Grundlagen, um die Tonleiter sicher und flüssig zu spielen.

A Dur Tonleiter im Violinschlüssel und Bassschlüssel

A Dur Tonleiter Noten im Violinschlüssel auf Notenlinien dargestellt

Wenn du die A-Dur-Tonleiter als Noten liest, begegnest du ihr in zwei unterschiedlichen Schlüsseln, je nachdem, welche Hand du gerade im Fokus hast. Im Violinschlüssel wird die A-Dur-Tonleiter für die rechte Hand notiert und beginnt auf dem eingestrichenen A unterhalb der ersten Notenlinie. Die drei Vorzeichen Cis, Fis und Gis erscheinen dabei am Beginn des Notensystems als Vorzeichen-Kreuz-Symbole, die dir anzeigen, welche Töne in der gesamten Tonart erhöht werden. Im Bassschlüssel hingegen, der für die linke Hand zuständig ist, beginnt die Tonleiter je nach Oktavlage an einer anderen Position im Notensystem. Wichtig zu wissen ist, dass die Vorzeichen im Bassschlüssel an anderen Positionen auf den Notenlinien stehen als im Violinschlüssel, obwohl sie dieselben Töne bezeichnen. Wenn du das Notenbild für beide Schlüssel kennst, fällt dir das Vom-Blatt-Spielen der A-Dur-Tonleiter deutlich leichter. Es lohnt sich also, beide Schlüssel zu üben und das Notenbild der Dur-Tonart A in beiden Varianten zu verinnerlichen, denn so trainierst du gleichzeitig deine Notenlesefähigkeit und dein musikalisches Verständnis.

Die A-Dur-Tonleiter auf dem Klavier spielen – Fingersatz für beide Hände

Das Spielen der A-Dur-Tonleiter auf dem Klavier erfordert einen guten Fingersatz, damit deine Hand beim Durchlaufen der sieben Töne keine unnötigen Verrenkungen machen muss. Die Klaviertechnik für Anfänger beginnt genau hier: mit einem durchdachten, standardisierten Fingersatz, der dir ermöglicht, die Tonleiter fließend über mehrere Oktaven hinweg zu spielen. Wenn du den Fingersatz einmal verinnerlicht hast, läuft die Bewegung beinahe automatisch ab, und du kannst deine ganze Aufmerksamkeit dem Klang und dem Rhythmus widmen.

Fingersatz für die rechte Hand

Der Fingersatz für die rechte Hand bei der A-Dur-Tonleiter folgt einem klar strukturierten Muster, das du dir gut einprägen kannst. Der Fingersatz Klavier für die rechte Hand lautet: 1, 2, 3, 1, 2, 3, 4, 5, was bedeutet, dass du mit dem Daumen (Finger 1) auf dem A startest, mit Zeige- und Mittelfinger H und Cis spielst und dann den Daumen unter die Hand führst, um auf dem D weiterzumachen. Von dort geht es mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger auf E, Fis und Gis, bevor der kleine Finger die Oktave A abschließt. Das Untersetzen des Daumens ist eine der wichtigsten Techniken beim Skalenspiel und sollte besonders am Anfang sehr bewusst und langsam geübt werden, damit die Bewegung sauber und ohne Ruckeln gelingt. Achte dabei darauf, dass dein Handgelenk locker und möglichst ruhig bleibt und nicht nach oben oder unten ausweicht.

Fingersatz für die linke Hand

Für die linke Hand gilt ein leicht abweichender Fingersatz, der spiegelbildlich zur rechten Hand gedacht werden kann, aber nicht identisch ist. Die linke Hand beginnt mit dem kleinen Finger (Finger 5) auf dem A und spielt dann H mit dem Ringfinger (4), Cis mit dem Mittelfinger (3), D mit dem Zeigefinger (2) und E mit dem Daumen (1). Danach wird der Mittelfinger über den Daumen gesetzt, um auf Fis (3), Gis (2) und schließlich A (1) weiterzuspielen. Dieses Übersetzen der Finger ist genauso wichtig wie das Untersetzen des Daumens bei der rechten Hand und will ebenfalls geduldig eingeübt werden. Wenn du beide Hände getrennt sicher beherrschst, kannst du damit beginnen, sie zusammenzubringen, was noch einmal eine ganz neue Herausforderung darstellt.

Warum die A-Dur-Tonleiter ein hügeliges Gelände ist

A Dur Tonleiter – eine abwechslungsreiche Berg- und Talfahrt. Die A-Dur-Tonleiter ist eine musikalische Berg- und Talfahrt mit zwei schönen, flachen Ebenen, einer kleinen Bergspitze und einer etwas breiteren Hochebene. Du beginnst im Tal mit den weißen Tasten A und H, steigst dann über einen kleinen Berg, das Cis, und gelangst anschließend wieder in ein breites Tal, bestehend aus den weißen Tasten D und E. Schließlich erreichst du eine schöne, breite Hochebene aus den schwarzen Tasten Fis und Gis.

Was das hügelige Gelände der A-Dur-Tonleiter so interessant macht, ist dabei die Verteilung der schwarzen Tasten auf der Tastatur. Betrachtest du nur die schwarzen Tasten, erkennst du ein auffälliges Muster: In der Zweiergruppe der schwarzen Tasten gehört nur die erste (das Cis) zur Tonleiter, die rechte schwarze Taste fehlt. In der Dreiergruppe gehören nur die ersten beiden (Fis und Gis) zur Tonleiter, und wieder fehlt die letzte schwarze Taste der Gruppe. Die weißen Tasten bilden dabei eine symmetrische Rahmung: A und H umschließen die fehlende schwarze Taste der Dreiergruppe, während D und E die fehlende schwarze Taste der Zweiergruppe einrahmen. Sobald du diese Struktur erkannt hast, wirst du die Tonleiter nicht mehr auswendig lernen müssen, sondern sie einfach sehen und fühlen.

Die Tonart A Dur: Vorzeichen, Akkorde und Verwandtschaft

Die Tonart A Dur ist weit mehr als eine einzelne Tonleiter. Sie ist ein vollständiges tonales System, das eine Reihe von Akkorden, eine parallele Molltonart und eine charakteristische Anzahl von Vorzeichen umfasst. Das Verständnis dieser Zusammenhänge hilft dir nicht nur beim Spielen der Akkorde A Dur, sondern auch beim Analysieren und Verstehen von Musikstücken, die in dieser Tonart geschrieben sind.

Welche Vorzeichen hat A Dur?

Die Tonart A Dur hat drei Vorzeichen Kreuz, nämlich Fis, Cis und Gis. Diese Reihenfolge ist nicht zufällig, sondern folgt der sogenannten Kreuzreihenfolge, in der Vorzeichen in der westlichen Musiktheorie immer hinzugefügt werden: Fis, Cis, Gis, Dis, Ais, Eis, His. A Dur steht also an dritter Stelle im Quintenzirkel auf der Kreuzseite. Das bedeutet, dass du in einem Musikstück in A Dur jedes F, C und G automatisch erhöhst, also als Fis, Cis und Gis spielst, sofern keine anderen Vorzeichen im Notentext erscheinen. Wenn du das weißt, erspart dir das beim Lesen von Noten eine Menge Denkarbeit, denn du musst nicht bei jeder Note einzeln überprüfen, ob sie erhöht wird. Stattdessen verinnerlichst du einfach das Klangbild der Tonart, und die richtigen Töne kommen dann ganz natürlich.

Die Molltonart von A Dur – fis-Moll

Jede Dur-Tonart hat eine sogenannte parallele Molltonart, die dieselben Töne und damit auch dieselben Vorzeichen verwendet, aber einen anderen Grundton hat. Bei A Dur ist das fis-Moll. Fis-Moll beginnt auf dem sechsten Ton der A-Dur-Tonleiter, nämlich auf dem Fis, und verwendet ebenfalls die Töne Fis, Gis, A, H, Cis, D und E. Der Klang von fis-Moll wirkt dabei dunkler und nachdenklicher als der strahlende Charakter von A Dur, obwohl beide aus denselben sieben Tönen bestehen. Diese Verwandtschaft ist in der Musiktheorie als "relative Molltonart" bekannt und ist ein wichtiges Konzept, wenn du anfängst, dich intensiver mit Harmonik zu beschäftigen. Viele Musikstücke wechseln zwischen einer Dur-Tonart und ihrer parallelen Molltonart, was zu interessanten emotionalen Kontrasten führt.

Übungen zur A Dur Tonleiter – so verinnerlichst du das hügelige Gelände

Das Üben einer Tonleiter ist keine Strafe, sondern eine echte Chance, deine Klaviertechnik zu verbessern, dein Gehör zu schärfen und dein Gefühl für die Tastatur zu entwickeln. Mit den folgenden Übungen lernst du die Tonleiter üben Klavier auf eine strukturierte und effektive Art, die dich wirklich voranbringt. Angefangen von den schwarzen Tasten über die weißen Töne bis hin zur vollständigen Tonleiter und den Terzen, baust du das hügelige Gelände der A-Dur-Tonleiter Schicht für Schicht auf.

Die Übungssequenz im Überblick:

  • Übung 1: Nur die schwarzen Tasten (Cis, Fis, Gis) abwechselnd mit beiden Händen über die gesamte Tastatur spielen
  • Übung 2: Nur die weißen Tasten der Tonleiter (A, H, D, E) abwechselnd über die Tastatur spielen
  • Übung 3: Den Grundton A in allen Oktaven mit beiden Händen abwechselnd entdecken
  • Übung 4: Die vollständige A-Dur-Tonleiter aufwärts und abwärts über die gesamte Tastatur
  • Übung 5: Die Tonleiter in Terzen spielen (einen Ton überspringen und den übernächsten anschlagen)

Langsam und bewusst üben: Schritt für Schritt zum Durchläufer

Der häufigste Fehler beim Üben einer Tonleiter ist Ungeduld. Viele Lernende spielen die Skala sofort so schnell wie möglich und wundern sich dann, dass sie ungleichmäßig klingt oder an bestimmten Stellen immer wieder stockt. Das bewusste Üben beginnt damit, dass du ein sehr langsames Tempo wählst, in dem jede Note kontrolliert und klar klingt. Starte mit den schwarzen Tasten der A-Dur-Tonleiter: Spiele Cis, Fis und Gis abwechselnd mit dem Zeigefinger der linken und rechten Hand über die gesamte Tastatur hinweg. Beginne mit der linken Hand auf dem Cis (erste schwarze Taste der Zweiergruppe), dann die rechte Hand auf dem Fis (erste Taste der Dreiergruppe), dann die linke Hand auf dem Gis und so weiter. Auf diese Weise lernst du zunächst die Landschaft der schwarzen Tasten kennen, bevor du die weißen Tasten hinzufügst. Danach konzentrierst du dich auf die weißen Tasten: A und H sowie D und E, abwechselnd mit beiden Händen, über den gesamten Tastaturumfang. Richte dann deine Aufmerksamkeit auf den Grundton A, spiele ihn mit der linken Hand und dann eine Oktave höher mit der rechten Hand, über alle Oktaven. Erst wenn du diese Bausteine sicher kennst, spielst du die vollständige Tonleiter, aufwärts und abwärts, abwechselnd mit beiden Händen.

Beide Hände zusammen spielen – Tipps für Einsteiger

Wenn du beide Hände zusammen spielst, verdoppelt sich die Herausforderung schlagartig, aber es ist auch der Moment, in dem die Klaviertechnik Anfänger wirklich vorankommt. Beginne damit, beide Hände parallel (also im Gleichklang eine Oktave auseinander) zu spielen, da das für viele Einsteiger leichter ist als das gegensätzliche Spiel. Übe jeden Abschnitt der Tonleiter zunächst einzeln mit beiden Händen, bevor du ihn zum Ganzen zusammenfügst. Besonders der Übergang über das Cis (die Bergspitze) und die Hochebene aus Fis und Gis können anfangs etwas holprig klingen, weil dort der Fingersatz beider Hände gleichzeitig koordiniert werden muss. Nimm dir für genau diese Stellen extra Zeit und übe sie in sogenannten "Minischleifen", also immer wieder die gleichen zwei bis drei Töne wiederholen, bis sie sitzen. Dann erweiterst du die Schleife schrittweise, bis du die ganze Tonleiter flüssig durchspielen kannst. Vergiss dabei nicht die absteigende Richtung, denn viele Lernende üben die Tonleiter nur aufwärts und sind dann überrascht, wie ungewohnt sie abwärts klingt.

A Dur im Vergleich zu anderen Dur-Tonleitern

Ein guter Weg, die A-Dur-Tonleiter wirklich zu verstehen, ist der Vergleich mit anderen Dur-Tonleitern. Wenn du weißt, was A Dur von seinen Nachbarn im Quintenzirkel unterscheidet, bekommst du ein viel tieferes Verständnis für die Logik der Dur-Tonart und für das gesamte System der westlichen Musiktheorie. Außerdem hilft dir der Vergleich dabei, bereits Gelerntes auf neue Tonleitern zu übertragen.

A Dur vs. D Dur Tonleiter – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

A Dur und D Dur sind eng miteinander verwandt, denn D Dur ist die Subdominante von A Dur und steht im Quintenzirkel einen Schritt nach links. D Dur hat nur zwei Vorzeichen (Fis und Cis), während A Dur drei hat (Fis, Cis und Gis). Das bedeutet, dass D Dur und A Dur sechs von sieben Tönen teilen, nämlich alle außer dem G (in D Dur ist es ein G, in A Dur ein Gis). Auf der Klaviertastatur wirkt D Dur etwas flacher und symmetrischer als A Dur, weil die schwarzen Tasten anders verteilt sind. Beim Spielen von D Dur erkennst du sofort, dass das hügelige Gelände der A-Dur-Tonleiter durch ein etwas sanfteres Relief ersetzt wird.

A Dur vs. E Dur Tonleiter – wer hat mehr Vorzeichen?

E Dur steht im Quintenzirkel einen Schritt rechts von A Dur und hat deshalb ein Vorzeichen mehr, nämlich vier Kreuze: Fis, Cis, Gis und Dis. A Dur mit seinen drei Kreuzen ist also etwas "einfacher" als E Dur, was die Anzahl der Vorzeichen betrifft. Auf der Tastatur hat E Dur eine noch ausgeprägtere Topografie als A Dur, weil mit dem Dis eine weitere schwarze Taste hinzukommt. Beide Tonleitern klingen hell und strahlend, aber E Dur hat durch die vier Vorzeichen einen noch schärferen, brillanteren Charakter. Wenn du A Dur sicher beherrschst, ist E Dur der nächste logische Schritt im Quintenzirkel.

A Dur vs. F Dur Tonleiter – ganz unterschiedliche Landschaften

F Dur steht auf der anderen Seite des Quintenzirkels und hat statt Kreuzen ein einziges B, nämlich das B (englisch Bb). Die Topografie von F Dur auf der Klaviertastatur ist damit fast das Gegenteil von A Dur: Statt drei schwarzen Tasten nach oben zu gehen, hat F Dur nur eine einzige schwarze Taste (das B), und das Gelände wirkt deutlich flacher. Der Charakter beider Tonarten ist ebenfalls sehr verschieden: Während A Dur strahlend und lebendig klingt, hat F Dur oft eine wärmere, weichere Qualität. Der Vergleich zeigt eindrucksvoll, wie unterschiedlich zwei Dur-Tonleitern klingen können, obwohl beide demselben Ganzton-Halbton-Schema folgen.

Welche Musikstücke stehen in A Dur? Bekannte Beispiele

A Dur ist eine der beliebtesten Tonarten in der Musikgeschichte, und das aus gutem Grund: Ihr strahlender, offener Klang macht sie ideal für lebhafte, fröhliche und energiegeladene Stücke. Musikstücke in A Dur findest du in nahezu allen Genres und Epochen der westlichen Musik. In der Klassik schrieb Wolfgang Amadeus Mozart seine Klaviersonate Nr. 11 in A Dur (KV 331), die mit dem weltberühmten "Alla Turca" endet. Ludwig van Beethoven komponierte sein Klavierkonzert Nr. 5 zwar in Es Dur, aber sein Violinkonzert in D Dur enthält thematische Abschnitte in A Dur. Franz Schubert verwendete A Dur für eine Reihe seiner Lieder und Kammermusikwerke. In der Romantik ist vor allem die Violinsonate in A Dur von César Franck ein Klassiker, der immer wieder in Konzertprogrammen auftaucht. In der modernen Populärmusik sind zahllose Hits in A Dur geschrieben, von Gitarrenriffs über Balladen bis hin zu Tanznummern, denn die Gitarre klingt in A Dur besonders resonant und kraftvoll. Wenn du die A-Dur-Tonleiter auf dem Klavier beherrschst, hast du also Zugang zu einem riesigen Repertoire an Musikstücken, die du mit einem guten tonalen Verständnis spielen und analysieren kannst.

Fazit: Die A Dur Tonleiter meistern – mit der richtigen Übungsstrategie kein Problem

Die A-Dur-Tonleiter ist eine der schönsten und charakteristischsten Tonleitern, die du auf dem Klavier lernen kannst. Ihr hügeliges Gelände aus weißen Tälern und schwarzen Bergspitzen macht sie einprägsam und gut greifbar, sobald du die Landschaft einmal erkannt hast. Mit drei Vorzeichen (Fis, Cis und Gis), einem klar strukturierten Fingersatz Klavier und einer engen Verwandtschaft zur parallelen Molltonart fis-Moll bietet dir A Dur eine Fülle von musikalischen Möglichkeiten. Wenn du die Übungssequenz von den schwarzen Tasten über die weißen Tasten bis zur vollständigen Tonleiter und den Terzen konsequent durcharbeitest, wirst du sehr bald merken, dass die A-Dur-Tonleiter kein Hindernis mehr ist, sondern ein vertrauter musikalischer Weg, den du mit Freude und Leichtigkeit beschreiten kannst. Langsam anfangen, bewusst üben, Fortschritte genießen und immer wieder zur Musik zurückkehren: Das ist die beste Strategie, um jede Tonleiter zu meistern, und die A-Dur-Tonleiter ist dafür ein perfekter Einstiegspunkt.

Häufig gestellte Fragen zu a dur tonleiter

Welche Töne enthält die A Dur Tonleiter?

Die A-Dur-Tonleiter enthält die sieben Töne A, H, Cis, D, E, Fis und Gis sowie die Oktave A. Damit hat sie drei Vorzeichen, nämlich Cis, Fis und Gis, die alle als Kreuze notiert werden. Die Tonleiter folgt dem für alle Dur-Tonleitern gültigen Ganzton-Halbton-Schema.

Wie lautet der Fingersatz der A-Dur-Tonleiter auf dem Klavier?

Der Fingersatz für die rechte Hand lautet 1-2-3-1-2-3-4-5, beginnend auf dem A. Die linke Hand spielt mit dem Fingersatz 5-4-3-2-1-3-2-1, ebenfalls beginnend auf dem A, aber mit dem kleinen Finger. Wichtig ist dabei das saubere Untersetzen des Daumens (rechte Hand) beziehungsweise das Übersetzen der Finger (linke Hand) beim Übergang zwischen den Dreier- und Vierergruppen.

Wie viele Vorzeichen hat die Tonart A Dur?

Die Tonart A Dur hat drei Vorzeichen, alle in Form von Kreuzen: Fis, Cis und Gis. Diese Reihenfolge entspricht der allgemeinen Kreuzreihenfolge in der Musiktheorie. Im Quintenzirkel steht A Dur damit an dritter Position auf der Kreuzseite.

Was ist der Unterschied zwischen der A Dur Tonleiter und der H Dur Tonleiter?

Der größte Unterschied liegt in der Anzahl der Vorzeichen: Während A Dur drei Kreuze hat (Fis, Cis, Gis), hat H Dur fünf Kreuze (Fis, Cis, Gis, Dis, Ais). H Dur ist damit eine deutlich "schärfere" Tonart und klingt in vielen Kontexten noch strahlender als A Dur. Auf der Klaviertastatur ist die Topografie von H Dur noch abwechslungsreicher und anspruchsvoller, weil mehr schwarze Tasten beteiligt sind.

Tonleiter A-Dur Fingersatz Akkorde
Stefan Ettinger

Stefan Ettinger

Klavierlehrer seit über 20 Jahren mit mehr als 300 Schülern.

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